Das "Stuttgarter Rössle" - der Schnellzug aus den 50ern

Als VT 12.5 wurde der Dieseltriebwagen seit Anfang der 50er Jahre für den Schnellverkehr in Norddeutschland eingesetzt. Auf den Namen "Stuttgarter Rössle" wurde der unverwechselbare Zug vom damaligen Stuttgarter OB nach seiner gelungenen Restauration getauft.

Über 20 Jahre verband der VT 12.5 neben den norddeutschen Städten auch Hamburg mit Kopenhagen, bevor er durch die Umstellung auf Wagenzüge nur noch im Regionalverkehr eingesetzt wurde. Im Sommer 1985 wechselte der bewährte Oldie schließlich in den wohlverdienten Ruhestand.

Dass der wegen seines stromlinienförmigen Designs im Volksmund auch "Eierkopf" genannte VT 12.5 heute wieder im Originalzustand erstrahlt, ist den Oldtimerfreunden der BSW-Freizeitgruppe Stuttgart zu verdanken. In akribischer Detailarbeit restaurierten sie den 4-teiligen Zug. Das Ergebnis: authentisches 50er-Jahre-Feeling auf jedem der 213 Sitzplätze.

Grenzenlose Nostalgie

Im Mai 2006 wurde das Stuttgarter Rössle durch die DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee GmbH (RAB) vom DB Museum übernommen.

Technische Daten
Baureihe
VT 12.5
4-teiliger Dieseltriebzug
Höchstgeschwindigkeit
140 km/h
Wagen
1 x BD Post yl Baujahr 1957, Sitzplätze 2. Klasse 44
1 x BD Post yl Baujahr 1957, Barwagen
1 x A Byl Baujahr 1953, Sitzplätze 2. Klasse 68/1. Klasse 24
1 x A Byl Baujahr 1957, Sitzplätze 2. Klasse 59/1. Klasse 18
Motorleistung
Dieselmotoren mit 2 x 740 kW (1000 PS)
Gesamtlänge
107 m
Gesamtgewicht
199 t
Ausstattung
- Barwagen: Küche, mit Kaffeemaschine, Mikrowelle, Theke mit Schankanlage für Bier und alkoholfreie Getränke, Kühlschrank, Getränkekühler, Bewirtung in den übrigen Wagen durch Minibar
- 5 WC-Anlagen
- Lautsprecheranlage mit Beschallung durch Radio, CD