Kurhessenbahn (KHB) gewinnt EU-weite Ausschreibung der Verkehrsleistungen im Nordwesthessennetz - Betriebsaufnahme im Dezember 2017 zum Fahrplanwechsel

Der EU-weite Wettbewerb um die Verkehrsleistungen für das Nordwest-hessennetz in Nordhessen ist entschieden. Der alte Betreiber ist auch der neue.

Der EU-weite Wettbewerb um die Verkehrsleistungen für das Nordwesthessennetz in Nordhessen ist entschieden. Der alte Betreiber ist auch der neue, denn ab Dezember 2017 wird auf den Strecken zwischen Kassel, Korbach, Bad Wildungen sowie zwischen Brilon -Korbach und Frankenberg-Marburg die DB RegioNetz Verkehrs GmbH (Kurhessenbahn) unterwegs sein. Die Kurhessenbahn ist auch heute schon auf diesen Eisenbahnstrecken das verantwortliche Verkehrsunternehmen. Der NVV hatte das Nordwesthessennetz gemeinsam mit den Partnerverbünden Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und dem Zweckverband Westfalen-Lippe (NWL) bereits 2014 ausgeschrieben

Bei der Ausschreibung handelt es sich um die Linien R4 Kassel-Korbach, R 42 Marburg-Frankenberg-Korbach-Willingen-Brilon (Wald) - Brilon Stadt, R 94 Marburg - Bad Laasphe - Erndtebrück und die R 39/R38 Bad Wildungen-Wabern-Kassel inkl. der Zusatzfahrten Treysa-Kassel.

Die Leistungen für den NWH-Betrieb auf den vier bzw. fünf Linien umfassen 2,5 Millionen Zugkilometern/Jahr mit einer Vertragslaufzeit von 15 Jahren. Die vorhandenen Fahrzeuge werden dabei in Teilen gegen eine neue Generation ausgetauscht, so dass sich die Fahrgäste zukünftig auf einen höhengleichen Ein- und Ausstieg in klimatisierten Fahrzeugen freuen können.

Der neue Verkehrsvertrag sieht ab 10. Dezember 2017 einen flächendeckenden Einsatz von insgesamt 27 Dieseltriebfahrzeugen (13 Stadler Gelenktriebwagen und 14 Siemens Desiros) vor. Die Fahrzeugtypen haben eine Fußbodenhöhe von ca. 58 cm, so dass bei Bahnsteigen von 55cm über Schienenoberkante ein ebenerdiger Einstieg möglich ist. Darüber hinaus umfasst der Vertrag die Tarifbestimmung der DB AG, so dass alle Regelungen zur Tariftreue eingehalten werden.

NVV-Geschäftsführer Wolfgang Rausch freut sich auf die bewährte Kooperation mit der Kurhessenbahn. "Wir geben mit diesem Zuschlag das Nordwesthessennetz in bewährte und erfahrene Hände, die seit Jahrzehnten das ÖPNV-Geschäft verstehen. Gleichzeitig haben wir es gemeinsam mit den Nachbaraufgabenträgern geschafft, das Streckennetz und das damit verbundene Fahrplanangebot für weitere 15 Jahre zu sichern, denn den Schienennetzen in Nordhessen kommt als Rückgrat des ÖPNV besondere Bedeutung zu."

Prof. Knut Ringat, Sprecher der Geschäftsführung und Geschäftsführer des RMV sagte anlässlich der Vergabe-Entscheidung: "Das Nordwest-Hessennetz ist das gelebte Beispiel, wie verbundübergreifend guter Nahverkehr organisiert wird. Umso mehr freut es uns, dass wir mit der Kurhessenbahn wieder auf einen bewährten Partner bauen können. Gleichzeitig wird die neue Generation Fahrzeuge noch mehr Komfort für unsere Fahrgäste bedeuten."

Joachim Kuhn, der Leiter der Kurhessenbahn (KHB), und derzeitiger Betreiber der Strecken freut sich ganz besonders über das in die KHB gesetzte Vertrauen, auch künftig den Verkehr erbringen zu dürfen: "Mit einer modernisierten Flotte, verbunden mit einem neuen Fahrzeugwartungs- und Instandhaltungskonzept durch den Neubau einer eigenen Werkstatt in Korbach , schaffen wir 35 neue Arbeitsplätze. Gerne stellen wir uns auch weiterhin der Herausforderung, einen attraktiven und zuverlässigen Schienenpersonennahverkehr mit einer vorbildlichen Qualität hier in unserer Region für die Besteller und Aufgabenträger sowie unseren Kunden anzubieten. Darauf freuen wir uns."

Im NVV-Gebiet ist das Nordwesthessennetz neben dem Nordostenhessennetz, das von Cantus betrieben wird und dem RegioTram-Netz das drittgrößte im Schienenpersonennahverkehr.

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Dirk Pohlmann
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Weitere Informationen

NWL
Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL)