Historie

Seit ihrer Betriebsaufnahme am 28. Mai 1978 ist die S-Bahn Rhein-Main stufenweise ausgebaut worden.

War es am Anfang nur der nordwestliche Bereich des Ballungsraums Frankfurt Rhein-Main mit den Endpunkten Wiesbaden, Niedernhausen, Bad Soden, Kronberg, Friedrichsdorf und Friedberg, der mit der S-Bahn bis zur Hauptwache verbunden wurde, so wurde in den folgenden Jahren das Stadtzentrum Frankfurts durch die Verlängerung des S-Bahn-Tunnels nahezu voll erschlossen. Darüber hinaus sind stufenweise die südmainischen Verbindungen Richtung Osten nach Offenbach und Hanau sowie Richtung Süden nach Langen und Darmstadt einbezogen worden.

Die Entwicklung der S-Bahn Rhein-Main bis zur Gegenwart

Bei der Aufnahme des S-Bahn-Betriebs bis Frankfurt Hauptwache als erstem Systemzustand 1978 standen 78 ET 420 zur Verfügung, mit denen nach den Endpunkten Wiesbaden (S1), Niedernhausen (S2), Bad Soden (S3), Kronberg (S4), Friedrichsdorf (S5) und Friedberg (S6) sowie im Abschnitt Mainz - Wiesbaden (Teil der S14) ein Betriebsprogramm mit den Taktzeiten 20 Minuten (Hauptverkehrszeiten), 40 Minuten (Tagesverkehrszeit) und 60 Minuten (Spätverkehrszeit sowie Sonn-/Feiertagsverkehr) abgewickelt wurde. Darüber hinaus wurden in der Tagesverkehrszeit noch Teilstrecken bis zu den Zwischenwendepunkten Frankfurt Höchst (S1), Hofheim (S2), Bad Homburg (S5) und Bad Vilbel (S6) jeweils im 40-Minuten-Takt befahren, sodass sich für diesen engeren Einzugsbereich ein 20-Minuten-Takt während des überwiegenden Teils eines durchschnittlichen Werktags ergab.

Dieses Betriebsprogramm mit 566 S-Bahn-Zügen pro Werktag wurde in einem 163 km großen Streckennetz auf einer Infrastruktur abgewickelt, die aus ca. 3 km S-Bahn-Tunnelstrecke, 53 km eigenen S-Bahn-Strecken, 32 km überwiegend S-Bahn genutzten Nahverkehrsstrecken und 75 km Mischbetriebsstrecken (zwischen Frankfurt Höchst und Wiesbaden, Frankfurt West und Friedberg sowie Mainz und Wiesbaden) bestand.

1980 kam es zur Aufnahme einer 7. Linie in den Tunnel (S15 von und zum Flughafen) sowie später einer 8. Linie (S14 Frankfurt Hbf - Kelsterbach - Mainz - Wiesbaden). 7 Linien verlängerte man 1983 zur Konstablerwache und 1990 nach Frankfurt Süd. 1992 erfolgte dann die Verlängerung nach Frankfurt Mühlberg mit 2 Linien sowie nach Frankfurt Stresemannallee (2 Linien). Hieran schloss sich 1995 die Erweiterung nach Offenbach Ost mit 2 Linien und nach Hanau mit einer Linie sowie 1997 nach Langen mit 2 Linien und Darmstadt mit einer Linie an.

2003 wurde die Linie S7 (sogenannte Riedbahn) in Betrieb genommen, womit eine Erhöhung der Linienzahl auf insgesamt 9 Linien einhergeht. 2004 wurde die Rodgau-S-Bahn eröffnet, die die Siedlungsachsen nach Ober-Roden (mit der Linie S1) und Dietzenbach (mit der Linie S2) in den Hauptverkehrszeiten in einem 15-Minuten-Takt erschließt. Mit diesen beiden Maßnahmen wurde dann sowohl der südwestliche als auch der südöstliche Teil des Ballungsraums Frankfurt Rhein-Main endgültig fester Bestandteil des S-Bahn-Systems.