Mittelalterliches Flair in Jüterbog

Sie möchten den Zeugen der Reformation folgen und in verwinkelten Gassen vergangenen Zeiten nachspüren? Dann sind Sie in Jüterbog genau richtig. Entdecken Sie das älteste Rathaus Brandenburgs, die imposante Nikolaikirche und verpassen Sie nicht, einen Abstecher zum Kloster Zinna zu unternehmen.

fotolia.de/wkbilder ©
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Am Bahnhof von Jüterbog empfängt Sie ein Wegweiser mit der Aufschrift „Spitzbubenweg“. Egal, ob Sie sich angesprochen fühlen oder nicht, Sie können ihm gern folgen. Er führt Sie unter schattigen Bäumen durch den Schlosspark zur Schlossstraße. Ihr folgen Sie und betreten nach einem rund 20-minütigen Spaziergang durch das Dammtor die historische Altstadt von Jüterbog.

Beginnen Sie Ihre Erkundungstour am Mönchenkloster aus dem Jahr 1480. Nach einer kompletten Umgestaltung überrascht der einstige Kirchenraum als Ort für kulturelle Einrichtungen. Hier befindet sich die Stadtinformation, wo Sie sich mit Stadtplan und Stadtführer eindecken können. Das Mönchenkloster ist auch der Ort für die große Jubiläumsausstellung, die zum Beispiel Original-Ablassbriefe zeigt.

Nun geht es zum Marktplatz. Wenn nicht gerade Wochenmarkt für Produkte aus der Region ist, haben Sie freie Sicht auf das Rathaus in feinster Backsteingotik. Es diente in den Jahren nach der Reformation als repräsentativer Ort für diplomatische Zusammenkünfte. Zehn solcher europaweiten „Fürstentreffen“ sind in die Geschichte eingegangen. Mitte September feiert Jüterbog den „Fürstentag“ mit einem großen Mittelalterspektakel und einem Festumzug. 2017 heißt das Motto „Tetzel kommt!“

Die Nikolaikirchstraße führt Sie an Altstadthäusern vorbei zu jener Kirche, die mit ihren zwei unterschiedlichen Turmspitzen schon von Weitem die Silhouette der Stadt bestimmt: die Nikolaikirche. Wenn Sie die 217 Stufen hinaufklettern, werden Sie durch eine atemberaubende Aussicht aus 46 Metern Höhe auf Jüterbog und den Niederen Fläming belohnt. Bei klarem Wetter reicht der Blick bis zum Kloster Zinna. Die Größe der Kirche und die prächtige Ausmalung sind eindrucksvolles Zeugnis des damaligen Wohlstandes der Stadt. Zu den Kostbarkeiten der Kirche gehört jener berüchtigte Kasten, in dem Ablasshändler Johann Tetzel seine Einnahmen verwahrt haben soll. Diese Art von Sündenfreikauf ließ Martin Luther 1517 seine 95 Thesen formulieren.

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Kontakt

Stadt- und Touristeninformation
Mönchenkirchplatz 4
Jüterbog
Tel. 03372/463113