Alle Informationen zum Ersatzkonzept

Wir vom Sauerland-Netz arbeiten daran, uns stets weiterzuentwickeln: Unsere Anschlüsse passen besser, die Züge werden komfortabler und die Fahrtzeiten kürzer. Mit dem letzten Fahrplanwechsel haben wir deshalb einen sorgfältig durchdachten neuen Plan an den Start gebracht.

Leider verzögert sich die Lieferung der neuen Züge und Ersatzfahrzeuge helfen uns kurzfristig dabei, unseren anspruchsvollen Fahrplan aufrecht zu erhalten. Die Ersatzfahrzeuge sind frisch lackiert, neu bestuhlt und größtenteils barrierefrei – damit Sie weiterhin in bester Qualität unterwegs sind.

Wir informieren Sie an dieser Stelle, sobald es etwas Neues gibt. Bis dahin haben wir Ihnen Antworten auf die am meisten gestellten Fragen zusammengestellt:

FAQ-Liste zum Fahrplanwechsel

Hier geben Ihnen die Partner des Sauerland-Netzes, der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), der Nordhessische VerkehrsVerbund (NVV) und die DB Regio NRW, Antworten auf Fragen rund um das neue Fahrplankonzept, das Ende 2016 in Kraft getreten ist.

Was hat sich seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2016 geändert?

Mit dem Fahrplanwechsel 2016 haben wir unseren Fahrplan um mehr Direktverbindungen und zusätzliche Verbindungen erweitert. Für Sie bedeutet dies kürzere Reisezeiten und weniger Umstiege. Außerdem sind neue Früh- sowie Abend- und Nachtverbindungen hinzugekommen. Ab Juni 2017 profitieren Sie zudem von vielen weiteren, neuen Abend- und Nachtverbindungen auf den Linien RB 52, RB 53, RB 54 und RE 57 – auch an Wochenenden. Alle Vorteile des neuen Fahrplankonzepts auf einen Blick finden Sie unter

www.sauerland-netz.de

Warum verzögert sich der Einsatz der neuen Fahrzeuge?

Aufgrund von Lieferverzögerungen seitens des Fahrzeugherstellers steht die fabrikneue Fahrzeugflotte für das Sauerland-Netz nicht wie geplant seit dem Fahrplanwechsel Ende 2016 zur Verfügung. Die DB steht in engem Kontakt zum Fahrzeughersteller PESA, um eine zügige Lieferung der Neufahrzeuge zu erreichen. Eine Abnahme der neuen Fahrzeuge durch die DB erfolgt aber erst, wenn für die Fahrzeuge eine uneingeschränkte Zulassung für den Eisenbahnbetrieb vorliegt. Wir erwarten vom Fahrzeughersteller die Einhaltung der vertraglichen Vereinbarungen, wie zum Beispiel zugesicherte Termine und Fahrzeugfunktionen. Zum jetzigen Zeitpunkt können wir leider noch keine verlässliche Prognose geben, ab wann die Neufahrzeuge zum Einsatz kommen.

Warum kommt es zu Ausfällen und Verspätungen?

Um die anspruchsvollen Anforderungen des neuen Sauerland-Netzes dennoch zu erfüllen, hat DB Regio NRW in Abstimmung mit den zuständigen Aufgabenträgern ein Ersatzkonzept auf die Schiene gebracht. Derzeit sorgen 54 extra aufgearbeitete und modernisierte Ersatzfahrzeuge für Bewegung im Sauerland-Netz. Dabei haben wir zum Beispiel neue Sitzpolster eingebaut, die Türen und Fußböden erneuert sowie die Außenlackierung saniert.

Diese Fahrzeuge erfüllen in Sachen Komfort und Spurtstärke zum überwiegenden Teil zeitgemäße Ansprüche. Da ein Teil der Fahrzeuge jedoch länger nicht im Einsatz war, mussten einige Züge umfangreich instand gesetzt werden. Trotzdem erwiesen sich leider einige der Fahrzeuge in den ersten Betriebsmonaten als anfällig für Störungen. Treten größere Störungen auf, müssen Züge unter Umständen in die Werkstatt überführt werden und stehen dann vorübergehend nicht zur Verfügung. Infolgedessen kann es zum Ausfall einzelner Fahrten kommen.

Um solche Ausfälle zu vermeiden und zu überbrücken, fahren vereinzelt ältere, weniger antriebsstarke Züge auf den Linien des Sauerland-Netzes. Dadurch können wir die meisten Zugfahrten anbieten, aber leider unseren anspruchsvollen Fahrplan nicht immer in vollem Umfang einhalten. Durch das geringere Beschleunigungsvermögen lassen sich zudem Verspätungen im laufenden Betrieb nicht so schnell kompensieren wie mit neueren Fahrzeugen.

Warum sind Züge unterschiedlicher Bauart im Einsatz?

Da die modernen, neu konstruierten Züge, die seit Ende 2016 im Sauerland-Netz verkehren sollten, nicht rechtzeitig ausgeliefert wurden, helfen zurzeit andere Züge aus dem Bestand von DB Regio auf den Strecken aus. Das sind zum einen Fahrzeuge, die Sie schon kennen und die auch in den letzten Jahren im Sauerland-Netz unterwegs waren, und zum anderen ältere Dieseltriebwagen der Baureihe VT 644.

Was wird unternommen, um den Betrieb weiter zu stabilisieren?

Die Qualität entspricht augenblicklich weder unseren Ansprüchen noch den Erwartungen, die Sie an ein verlässliches Verkehrsmittel haben. Für uns bedeutet jede Abweichung vom Fahrplan auch einen wirtschaftlichen Schaden, da wir unsere verkehrsvertraglichen Pflichten nicht erfüllen.

Wir setzen alles daran, eine gute Leistung auf die Schiene zu bringen. Wir gehen davon aus, dass sich die Situation mit der laufenden Instandsetzung und Modernisierung weiterer Fahrzeuge entspannen wird, da dann perspektivisch mehr Fahrzeuge zur Verfügung stehen, um bei Störungen schnell zu reagieren. Eine verlässliche Prognose, ab wann sich der Betrieb vollständig stabilisieren wird, können wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht geben. Unser Ziel ist es, Ihnen spätestens Mitte dieses Jahres wieder die hohe Betriebsqualität bieten zu können, die Sie von uns erwarten.

Werden die Fahrzeiten angepasst, damit die Fahrgäste trotz Ersatzverkehr ihre Anschlussverbindungen erreichen?

Als absehbar war, dass die Neufahrzeuge für das Sauerland-Netz nicht pünktlich geliefert werden können, wurde der Fahrplan soweit möglich bereits für den Einsatz der Ersatzfahrzeuge angepasst. Dabei wurden sowohl Anschlussverbindungen innerhalb des Sauerland-Netzes als auch zu anderen Linien wie etwa dem RE 7 berücksichtigt. Weitere Anpassungen sind aufgrund der eingleisigen Abschnitte sowie parallel verlaufender Verkehre, zum Beispiel am Dortmunder Hauptbahnhof, nur schwer möglich.

Wie entstehen Anschlussverluste?

Anschlussverluste können verschiedene Ursachen haben: Sie können durch eine system- oder technikbedingte verspätete Abfahrt eines Zuges am Startbahnhof auftreten oder zum Beispiel durch von Fahrgästen verursachte Verzögerungen. Aufgrund des komplexen Systems „Eisenbahn“ geraten dabei manchmal Abläufe durcheinander, die sich nur nach und nach wieder in das Gesamtsystem einfügen lassen. Somit sind die fein abgestimmten Anschlüsse manchmal gefährdet oder nicht mehr zu erreichen.

Wieso werden nicht mehr Züge im Sauerland-Netz eingesetzt?

Die Fahrzeugflotte, welche den Ersatzverkehr bis zum Einsatz von Neufahrzeugen im Sauerland-Netz sicherstellt, umfasst 54 Fahrzeuge. Reservefahrzeuge und weitere ältere Fahrzeuge ergänzen unsere Flotte, falls andere Fahrzeuge ausfallen.

Warum sind einzelne Züge überfüllt?

Die Kapazitäten der Fahrzeugflotte im Sauerland-Netz orientieren sich an der Anzahl der zu befördernden Fahrgäste zu bestimmten Tageszeiten und sind für jede Fahrt fest vorgegeben. So sind zu den Hauptverkehrszeiten morgens und nachmittags Züge mit mehr Kapazitäten vorgesehen als in weniger stark ausgelasteten Zeiten. Trotzdem kann es in den Hauptverkehrszeiten dazu kommen, dass zum Beispiel aufgrund eines Defektes ein Fahrzeug ausfällt und damit nicht für Sie zur Verfügung steht. Wir sind stets darauf bedacht, die geforderten Sitzplatzkapazitäten zu schaffen, und bedauern, dass wir diesem Anspruch momentan nicht immer vollumfänglich nachkommen können.

Sind die Ersatzfahrzeuge barrierefrei?

Soweit möglich sind die Fahrzeuge, welche ersatzweise im Sauerland-Netz zum Einsatz kommen, barrierefrei. Lediglich auf der Linie RE 17 sowie einigen wenigen Fahrten in der Hauptverkehrszeit auf der Linie RB 53 müssen leider planmäßig Fahrzeuge eingesetzt werden, die keinen barrierefreien Einstieg haben. Bei kurzfristigen Fahrzeugausfällen kann es vorkommen, dass auch auf anderen Linien Ersatzfahrzeuge eingesetzt werden müssen, die keinen barrierefreien Zustieg ermöglichen.

Bitte informieren Sie sich vor Fahrtantritt, ob die Züge, mit denen Sie fahren wollen, barrierefrei sind. Dies lässt sich ganz leicht in der Fahrplanauskunft herausfinden. Ist ein Zug nicht barrierefrei ausgerüstet, finden Sie dort den Hinweis „keine zuggebundene Einstiegshilfe vorhanden“. Wenden Sie sich in diesem Fall bitte an unsere MobiServ-Zentrale oder laden Sie sich die kostenlose App „DB Barrierefrei“ herunter. Diese unterstützt Sie gerne bei Ihrer Reiseplanung. Sollten Sie trotz vorheriger Information keinen barrierefreien Zug erreichen, obwohl dieser in der Fahrgastinformation angezeigt wurde, wird Ihnen unser Zugbegleitpersonal beziehungsweise der Lokführer bei der Bestellung eines Taxis behilflich sein.

Wie kann ich mich informieren?

Die Deutsche Bahn informiert Sie kostenlos auf verschiedenen Kanälen über die aktuelle Lage auf Ihrer Linie:
Informationen zu Baustellen finden Sie unter www.bauinfos.deutschebahn.com/nrw oder Sie laden sich die entsprechende App kostenlos herunter. Die „DB Bauarbeiten“ App benachrichtigt Sie per Push-Nachricht auf Ihr Smartphone über baubedingte Fahrplanänderungen.
Der Streckenagent liefert Ihnen per WhatsApp-Nachricht Änderungen zu Ihrer Linie/Strecke und meldet sich im Störungsfall kurzfristig bei Ihnen.
Auch per Twitter informieren wir Sie aktuell zu Ihrer Strecke.
In Ihrem mobilen Reisebegleiter in Form des DB Navigators können Sie Ihren Zug zusätzlich in Echtzeit im Blick behalten.
Zusätzlich haben wir Ihnen die wichtigsten Informationen zur Infrastruktur an unseren Bahnhöfen zusammengestellt.

Was passiert, wenn die vertraglich vereinbarte Beförderungsqualität nicht erbracht wird?

Eisenbahnverkehrsunternehmen fahren im Schienenpersonennahverkehr im Auftrag der sogenannten Aufgabenträger; hier der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV). Erbringt das Eisenbahnverkehrsunternehmen seine Verkehrsleistungen nicht wie vertraglich vereinbart, muss es an die Aufgabenträger eine sogenannte Pönale (Strafzahlung) leisten.

Welche Ansprüche können Fahrgäste bei Verspätungen geltend machen?

In ganz Nordrhein-Westfalen gilt die Mobilitätsgarantie: Wenn sich Bus oder Bahn um mehr als 20 Minuten ab der Abfahrtshaltestelle verspäten, können Sie mit einem Taxi fahren. Die Kosten der Taxifahrt werden tagsüber mit bis zu 25 Euro pro Person erstattet, in den Abend- und Nachtstunden (20 bis 5 Uhr) mit bis zu 50 Euro. Dabei können sich Fahrgäste mit gleichem Ziel zu Fahrgemeinschaften zusammenschließen und so den zur Verfügung stehenden Betrag für die Taxifahrt erhöhen. Ticketkosten für Fernverkehrszüge werden komplett erstattet. Diese Serviceleistung gilt für ganz NRW. Weitere Informationen, eine Checkliste sowie Erstattungsanträge finden sich im Internet unter

www.mobigarantie-nrw.de

Hier können Sie sich informieren:

Streckenagent-App für den Verbindungsüberblick:

bahn.de/streckenagent

DB Navigator App für Zug-Updates in Echtzeit:

bahn.de/navigator

Servicehotline für alle Fragen, Lob und Anregungen:

0180 6 464006