Die sagenhaften Bergkeller von Eilenburg

Gar geheimnisvolle Dinge ranken sich um Eilenburg: Von einem riesigen Kellersystem unter der Stadt ist da die Rede. Und von den Heinzelmännchen, die gar nicht aus Köln stammen, sondern ursprünglich hier lebten. Begeben Sie sich in der sächsischen Stadt an der Mulde auf Spurensuche. Der RE 10 von Cottbus nach Leipzig bringt Sie hin.

Sven Lehmann/www.anz-verlag.de ©
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Vom Bahnhof gelangen Sie in den Stadtpark mit Wiesen, alten Bäumen, verträumtem Schwanenteich und dem eingezäunten Tierpark. Nehmen Sie sich Zeit für einen Rundgang, denn die Indischen Hutaffen mit der lustigen Haarkrone, die verspielt durch das Freigehege toben, werden in deutschen Zoos nur selten gezeigt. Vom Tierpark geht es vorbei an Nikolaikirche und Rathaus zum Marktplatz. Hier begegnen Sie einem Heinzelmännchen – als tanzende bronzene Figur im Marktbrunnen.

Lassen Sie sich die Geschichte von dem kleinen Volk, das einst auf der Ilburg eine Hochzeit feiern wollte, im nahen Stadtmuseum erzählen. Schon 1816 verewigten die Gebrüder Grimm die Heinzelmännchen in ihren Sagen. Erst zehn Jahre später tauchten sie in einer Ballade in Köln auf. Im Dachgeschoss des Museums können Sie viele kleine Leute bewundern: Püppchen in historischen Puppenstuben. Das Museum zeigt auch einen Teil des Schatzes, der bei Grabungen in den gigantischen Bergkellern entdeckt wurde: eine Keramikflasche mit 612 Münzen.

Bei einer Bergkeller-Führung öffnet Ihnen das Museumsteam unscheinbare Türen zu einem Reich, das wie geschaffen ist für Mär und Mythen. Über Jahrhunderte hinweg entstand unter Häusern und Straßen ein verwinkeltes System von schmalen Gängen und gewaltigen Hallen – fein säuberlich mit Ziegelsteinen gemauert. Ein Stein, der unter Schutt geborgen wurde, trägt die Jahreszahl 1250. Zwei Kilometer lange Gänge verbinden rund 50 Keller, die heute wieder zugänglich sind. In den Tonnengewölben lagerten die Mönche bei konstanten 6 bis 8 Grad Celsius Wein und die Bürger ihr gutes Bier. Im Krieg baute man in den geheimen Tiefen Flugzeugpropeller. Später wurden die Keller fast vergessen, Fledermäuse überwintern ungestört. War hier einst das Reich der Heinzelmännchen? Vieles ist noch verschüttet, zugemauert, unerforscht. Doch nach und nach werden die Geheimnisse gelüftet.

Von Eilenburgs Unterwelt ist es nicht weit zum Burgberg mit den Resten der sagenhaften Ilburg. Hier finden Sie noch das alte Burgtor, die Ringmauer und zwei mächtige Türme: den begehbaren Sorbenturm und den Mauerturm. Und dann wären da noch Trichter, die aus der Erde ragen. Lauschen Sie doch einmal. Hören Sie die Heinzelmännchen- Geschichten?

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Eilenburg
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