ART APPEAL

"Gefühle? Ja bitte!" heißt es bei der Sonderausstellung, die bis zum 19. Februar in Halle zu sehen ist.

Schmachtende Blicke, pathetische Gesten - der Kunstverein Talstraße lässt in seiner aktuellen Sonderausstellung „ART-APPEAL“ sentimentale Werke des 19. und 20. Jahrhunderts mit den Arbeiten zeitgenössischer Künstler in Dialog treten. Der Besucher entscheidet: „Kitsch oder Kunst?“

Im Jahr 1982 feierte die Münchner Kunstwelt mit ausgewählten Arbeiten aus der Sammlung Klewan den „Triumph des Herzens“. Sentimentale Werke aus der Zeit vom späten 19. bis zum beginnenden 20. Jahrhundert bildeten den Mittelpunkt jener Ausstellung, die das Publikum in die Welt der großen Gefühle entführte.

Bis heute haben Künstler das Spiel mit den Emotionen perfektioniert. Eine Auswahl von Werken der Sammlung Klewan tritt nun - 35 Jahre später - in den Dialog mit Bildern heutiger Künstler. So werden u.a. Werke von Andreas Amrhein, Norbert Bisky, Nathalia Edenmont, Jeff Koons und Marc Fromm ausgestellt.

"ART-APPEAL" thematisiert vor allem die viel diskutierte Grenze zwischen Kunst und Kitsch. Gibt es sie überhaupt und wer entscheidet das? Naturgemäß erreichen emotionale Botschaften eher unsere Aufmerksamkeit als bloße Fakten. Und tatsächlich scheint das Exzessive und Opulente in den Bildern der heutigen Pop-Kultur viel präsenter als in der kitschigen Romantik historischer Werke. Inwieweit setzen sich zeitgenössische Künstler über Kategorisierungen hinweg und schaffen neue Definitionen? Die Sonderausstellung regt zur Diskussion an. Sie ist bis zum 19. Februar 2018 zu sehen.

Anreise:

Mit der S 3, S 5 oder S 5X bis Halle (Saale) Hbf, dann weiter mit der Straßenbahnlinie 7 (Richtung Kröllwitz) bis Talstraße, anschließend ca. 7 Gehminuten

Reiseauskunft

Sachsen-Anhalt-Ticket

1 Tag durch die Region. 24 Euro + 7 Euro je Mitfahrer.

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