Klare Vorgaben im Interesse der Kunden

Die Auftraggeber, wer sie sind und was sie machen

Verantwortlich für den Nahverkehr auf der Schiene sind die Bundesländer. In ihrem Auftrag arbeiten Landesgesellschaften. In Sachsen hat der Freistaat die Verantwortung für den SPNV auf die fünf regionalen Zweckverbände übertragen. Diese Auftraggeber, auch „Besteller“ genannt, entscheiden, wie viele Züge in welcher Ausstattung wie oft täglich fahren. Sie planen die Grundsätze der Leistung, bestellen und bezahlen diese aus den „Regionalisierungsmitteln“, die der Bund zur Verfügung stellt. Im Mitteldeutschen S-Bahn-Netz II setzen die Besteller NASA GmbH, ZVNL und VBB auf Service und gute Verbindungen. Grundlage ist der Verkehrsvertrag, den sie mit der DB Regio AG geschlossen haben.

Unsere Auftraggeber im Mitteldeutschen S-Bahn-Netz II

Zuständig für Organisation, Planung, Bestellung und Kontrolle des Schienenpersonennahverkehrs sind

  • die Nahverkehrsservicegesellschaft Sachsen-Anhalt GmbH (kurz NASA GmbH) als Landesgesellschaft für Sachsen-Anhalt
  • der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (kurz ZVNL) für das Gebiet der Stadt Leipzig sowie der Landkreise Leipzig und Nordsachsen
  • der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (kurz VBB) als beauftragte Gesellschaft für die Länder Berlin und Brandenburg

Wo setzen die Auftraggeber Schwerpunkte?

Die Auftraggeber hatten die Verkehrsleistungen für das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz II europaweit ausgeschrieben. Im Oktober 2013 erhielt die DB Regio AG den Auftrag, das gesamte Netz zu betreiben. Der Vertrag läuft vom Dezember 2015 bis Dezember 2030. Dazu gehören neun Linien, auf denen jährlich ca. 5,6 Millionen Zug-kilometer erbracht werden. Das neue Netz wird aufgrund von Verzögerungen zunächst mit Ersatzfahrzeugen starten müssen. Aber auch diese Fahrzeuge bedeuten eine deutliche Verbesserung für die Fahrgäste.

NASA GmbH ©
NASA GmbH ©

Rüdiger Malter, Geschäftsführer der NASA GmbH: „Wir setzen gemeinsam auf Service und Angebot. Uns war wichtig, dass alle Züge mit einem Kundenbetreuer besetzt sind und man Fahrkarten auch im Zug kaufen kann. Die neuen Fahrzeuge, die ab 2016 auf die Strecken gehen sollen, bieten den Fahrgästen ebenerdige Einstiege, barrierefreie Toiletten und Steckdosen.“

Jeibmann Photographik ©
Jeibmann Photographik ©

Oliver Mietzsch, Geschäftsführer des ZVNL: „Deutliche Verbesserungen für die Fahrgäste bringen die Verlängerung der Linie S2 bis nach Dessau Hbf. Die Linie Halle-Delitzsch-Eilenburg konnte gesichert werden. Damit profitieren mehr Fahrgäste z. B. aus Sachsen-Anhalt von den neuen Verbindungen im mitteldeutschen Raum.“

VBB ©
VBB ©

Susanne Henckel, Geschäftsführerin des VBB: „Bei einem länderübergreifenden Projekt wie dem Mitteldeutschen S-Bahn-Netz II werden Entscheidungen gemeinschaftlich getroffen. Wir haben mit allen Beteiligten eng zusammengearbeitet, um einheitliche Standards festzulegen. Qualität muss über Landesgrenzen hinaus wirken, so dass die Fahrgäste überall Komfort und Service aus einem Guss geboten bekommen.“