Einen Monat lang Verkehrseinschränkungen zwischen
Pasing und Starnberg

Bahn erneuert Gleise und Weichen • Warnsignale auch in der Nacht • S-Bahnen fahren nur im 40-Minuten-Takt

München, 27. April 2016 Die Bahn erneuert vom 29. April bis 30. Mai Gleise und Weichen im Streckenabschnitt Gauting – Westkreuz. Dadurch kommt es zu Fahrplaneinschränkungen sowohl auf der S-Bahnlinie S6 von und nach Tutzing als auch bei den Regionalzügen der Werdenfelsbahn zwischen München und Garmisch.

Insgesamt erneuert die Bahn 16 Kilometer Schienen, 13.300 Stück Schwellen und rund 33.500 Schotter und tauscht drei Weichen im Bahnhof Gauting aus. Die Gesamtinvestition beträgt rund 4,8 Millionen Euro. Zwischen Gauting und Westkreuz gibt es je zwei Betriebsgleise für die S-Bahn und für die Regionalzüge. Abschnittsweise wird je ein S-Bahn- und Regionalzuggleis gesperrt, so dass auf den beiden frei bleibenden Gleisen die Züge abwechselnd in die eine und andere Richtung fahren müssen.

Deshalb muss der Zugverkehr ausgedünnt werden. Die S-Bahnen fahren zwischen Pasing und Tutzing in der Regel alle 40 Minuten statt üblicherweise alle 20 Minuten. Die S-Bahn setzt dreiteilige Langzüge ein, um die maximal verfügbare Sitzplatzkapazität zu bieten. In Tagesrandlagen nach 23 Uhr gibt es an einigen Tagen Vollsperrungen. Dann setzt die S-Bahn Busse im Schienenersatzverkehr (SEV) ein. Auch im Schülerverkehr bietet die S-Bahn zwischen den alle 40 Minuten fahrenden S-Bahnen aus Platzkapazitätsgründen teilweise zusätzlich Busse an.

Regelmäßige SEV-Busse zwischen den 40-Minuten-Takten wurden auch geprüft. Weil die Busse aber eine fast dreimal so lange Fahrzeit haben wie die S-Bahnen, würden sie erfahrungsgemäß von den Fahrgästen nicht angenommen.

Bei der Werdenfelsbahn gibt es wegen der Eingleisigkeit einige Verspätungen,in Einzelfällen auch frühere Abfahrten in München, damit die Züge ab Tutzing im gewohnten Fahrplan fahren können. In Tagesrandlagen fallen an einigen Tagen auch Regionalzüge aus und werden durch Busse ersetzt. Im Zeitraum vom 23. - 25. Mai enden und beginnen einzelne Züge der Werdenfelsbahn in Starnberg. Für die Fahrt zwischen Starnberg und München stehen die S-Bahnen zur Verfügung.

Bahn empfiehlt Blick in die Fahrplanauskunft im Internet

Weil die Fahrpläne in der Bauphase häufiger wechseln, empfiehlt die Bahn, sich vorab in der Fahrplanauskunft am Fahrkartenautomaten oder im Internet unter www.bahn.de/bauarbeiten zu informieren. Infos gibt´s auch über die App „München Navigator“ oder die neue „Streckenagent-App“. Wer keine Internetmöglichkeit hat, findet Fahrplanaushänge an den Bahnhöfen oder erhält telefonisch Auskunft unter der Nummer 089 2035 5000.

Auch nachts Warnsignale vor vorbeifahrenden Zügen

Während auf zwei Gleisen gebaut wird, fahren an den benachbarten Gleisen weiterhin Züge vorbei. Zur Unfallverhütung ist es vorgeschrieben, dass die Arbeiter durch Warnsignale vor den vorbeifahrenden Zügen gewarnt werden müssen. Diese Warnsignale müssen lauter sein als die Baumaschinen.

Bei den Gleisbauarbeiten kommt eine neue Maschine zum Einsatz, die in einem Arbeitsgang Schienen, Schwellen und Schotter austauschen kann. Um diese seltene Spezialmaschine voll auszunutzen und so die Bauzeit möglichst kurz zu halten, wird Tag und Nacht und auch an den Wochenenden und Feiertagen gearbeitet. Der Baubereich wandert jedoch zwischen Westkreuz und Gauting, so dass Anwohner immer nur für wenige Tage von dem Lärm betroffen sind. Die Bahn bittet die Anwohner um Verständnis für die nicht vermeidbaren Lärmbelästigungen. Besonders die Warnsignale werden meistens als lästig empfunden. Vor allem bei den Weichenbauarbeiten in der zweiten Maihälfte muss nachts die Strecke komplett gesperrt werden. Vorteil für die Anwohner: Auf die Warnsignale kann dann verzichtet werden. Nachteil für die Fahrgäste: Sie müssen in die Busse des Schienenersatzverkehres umsteigen.

Die Bahn verfolgt das Ziel, die Interessen der Fahrgäste und Anwohner gleichermaßen zu berücksichtigen. Sie setzt die Warnsignale nur dann ein, wenn sie notwendig sind und sperrt auch immer möglichst kurze Gleisabschnitte. Unterm Strich führt das aber dazu, dass es für den Bauzeitraum keinen einheitlichen Ersatzfahrplan gibt und auch der Baulärm in den Nächten wechselt.

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