Bahn warnt vor den Gefahren durch metallbeschichtete Luftballons

Information durch Plakate und Film • Allein sieben Stammstreckensperrungen in 2016 durch Folienballons verursacht

München, 2. Januar 2017 Am gestrigen Neujahrstag verursachte ein metallbeschichteter Luftballon an der S-Bahnstation Karlsplatz (Stachus) einen Kurzschluss in der Oberleitung. Von 14.47 Uhr bis 20.42 Uhr – und damit rund sechs Stunden lang – kam es zu erheblichen Einschränkungen im Münchner S-Bahnverkehr. Allein im Jahr 2016 war es zu sieben ähnlichen Störungen auf der S-Bahn-Stammstrecke gekommen, die durch metallbeschichtete Folienballons ausgelöst wurden.

Die Bahn weist in ihrer Hausordnung für Bahnhöfe ausdrücklich darauf hin, dass das Mitführen von metallbeschichteten Luftballons verboten ist. Weil nicht jeder Fahrgast die Hausordnung kennt, informiert die Bahn zusätzlich mit Plakaten und einem Film über die Gefahren, die von solchen Ballons ausgehen.

In den Tunnelbahnhöfen der S-Bahn-Stammstrecke hängen Plakate:

Auf der Homepage der S-Bahn München gibt es einen kleinen Zeichentrickfilm.

Die Stadt München unterstützt die Bemühungen der Bahn, indem sie den Verkauf und die Abgabe von metallbeschichteten Luftballons zum Beispiel beim Münchner Oktoberfest untersagt.

Folienballons leiten aufgrund ihrer Metallbeschichtung Strom. An Hochspannungsleitungen, wie sie an elektrifizierten Bahnstrecken vorkommen, kann es sogar ohne direktes Berühren der Oberleitungen zu einem Stromüberschlag kommen. Die dadurch ausgelösten Kurzschlüsse führen nicht nur zu erheblichen Beeinträchtigungen im Zugverkehr. Sie stellen auch eine direkte Gefahr für das Leben und die Gesundheit von Menschen dar.