Die modernen Vor-Züge der S-Bahn München
Die Baureihe der ET 423 steht für ein neuartiges Fahrzeugkonzept im öffentlichen Nahverkehr.
Es handelt sich um einen leichten, komfortablen Zug mit vier breiten Wagenkästen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 140 km/h. Die Triebwagen lassen sich mit automatischen Kupplungen zu längeren Zügen verbinden. Durch seine Leichtbauweise, Energierückspeisung beim Bremsen und Nutzung der Abwärme zu Heizzwecken liegt der Energieverbrauch deutlich unter dem des Vorgängermodells ET 420.
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© Andre Kopp
Sicher und flexibel
Der 67,4 m lange Zug ist durchgängig begehbar. In jedem der 12 Einstiegsbereiche sind Sprechstellen mit Verbindung zum Lokführer sowie Notbremsen vorhanden. Die Trennwand zum Führerstand ist aus Glas. Der gesamte Zug ist von jedem Platz aus gut überschaubar, wodurch sich das subjektive Sicherheitsgefühl der Fahrgäste erhöht. Der ET 423 bietet als Kurzzug 192 Sitz- und 352 Stehplätze. Bis zu drei Kurzzüge können zu einer Zugeinheit (Kurz-, Voll- und Langzug) automatisch gekoppelt werden.
Ein- und Aussteigen leicht gemacht
1.30 m breite, elektrisch angetriebene Schwenkschiebetüren schließen automatisch, sobald der gelb markierte Lichtschrankenbereich im Eingang frei ist. Dadurch verringert sich der Energieverbrauch der Heizung im Winter und der Klimatisierung im Sommer. Die Fahrgäste können die Türen öffnen, solange am Öffnungsknopf das grüne Licht aufleuchtet. Diese Technik gewährleistet ein komfortables und schnelles Ein- und Aussteigen.
Neuer Takt, neue Züge
Für den 10-Minuten-Takt benötigt die S-Bahn München insgesamt 238 Fahrzeuge. Über die kurze Zeitspanne von nur zweieinhalb Jahren hat die S-Bahn ihren gesamten Fahrzeugbestand ausgetauscht und modernisiert. Das bedeutete Investitionen in Höhe von insgesamt 790 Millionen Euro. Der Freistaat Bayern beteiligte sich an der Modernisierung der Fahrzeugflotte mit 177 Millionen Euro.