Baubeginn für viergleisigen Ausbau in Erlangen

Presseinformation

Neuer Bauabschnitt im Großprojekt Nürnberg-Berlin (VDE8)

(Nürnberg/Erlangen, 3. November 2011) Ab Montag, 7. November 2011, ist die Straßenüberführung der Paul-Gossen-Straße über die Bahnstrecke nur noch mit je einer Spur in jeder Richtung zu befahren. Der Grund dafür ist der Beginn von Bauarbeiten in Erlangen im Verkehrsprojekt Deutsche Einheit (VDE) Nr. 8, der Aus- und Neubaustrecke Nürnberg–Berlin für Personen- und Güterverkehr. Ein prägnantes Ziel des Projektes ist eine Fahrzeit von München nach Berlin in etwa vier Stunden.

Bund, Europäischen Union sowie Deutschen Bahn finanzieren. Die 83 Kilometer lange Strecke Nürnberg–Ebensfeld wird abschnittsweise auf vier Gleise erweitert und für 230 km/h ausgebaut. Projektbestandteil ist die Neugestaltung der S-Bahn von Nürnberg nach Forchheim/Bamberg. Der 16 Kilometer lange Abschnitt Erlangen beginnt südlich von Eltersdorf, führt über den Bahnhof Erlangen bis nach Baiersdorf. Nach Abschluss eines öffentlich-rechtlichen Verfahrens besteht Baurecht.

Begonnen wird mit etwa drei Kilometern von Eltersdorf bis einschließlich des Bahnhofs Erlangen. Die Investition in die erste Etappe beträgt etwa 50 Millionen Euro. Am Parkplatz Güterbahnhofstraße gegenüber den Erlangen Arkaden befindet sich die zentrale Baustelleneinrichtung. Dazu gehört auch ein Informationspunkt für Anwohner und Interessierte.

Der Bereich der Straßen-Brücke Paul-Gossen-Straße wird als Nahverkehrsverknüpfung komplett umgestaltet und erhält an der Bahnstrecke unter der Brücke einen S-Bahnhaltepunkt. Die mit neuen Fahrbahnen und Bus-Haltebuchten umzubauende Fläche auf der Brücke beträgt 47 x 35 Meter, also in Etwa die Fläche eines Eishockeyfeldes.

Im Bahnhof Erlangen werden die Gleis- und Bahnsteiganlagen umgebaut. Der bestehende Mittelbahnsteig mit den Gleisen 2/3 wird mit Treppen, Aufzug, Überdachung und Windschutzanlagen neugebaut bzw. erneuert.

Die stadtteilverbindende Fuß- und Radwegunterführung unter den Bahnanlagen in Bruck wird mit Bahnsteigzugang und Aufzug neu gebaut. Das Gemeinschaftsprojekt mit der Stadt Erlangen bietet großzügige Abmessungen von sechs Metern breite und drei Metern Höhe. Eine Rampenanlage ermöglicht den behindertengerechten Zugang.

Der viergleisige Streckenausbau vom künftigen Bahnknoten Eltersdorf bis zur Paul-Gossen-Straße bedarf der Herstellung von so genannten Stützbauwerken, um die Fläche für vier Gleise zu erhalten. Stützbauwerke halten den Bahnkörper stabil. Eingeschlossen sind hier östlich der bestehenden Strecke umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen.

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