Nahaufnahme eines Kürbisses vor einer S-Bahn

Mit der S-Bahn Münchner Kürbisfelder und Kürbishöfe entdecken - Herbstliche Tipps für Genießer

Wir entwickeln jedes Jahr im Herbst aufs Neue Lust und Vorfreude auf Kürbis. Grund genug mit der S-Bahn Kürbis-Hotspots zu entdecken. Da wären zum Beispiel Kürbisfelder in und um München zum Selbstpflücken, kunstvoll geschnitzte Kürbisse zum Bewundern oder die beste Kürbissuppe für Genießer. Auf geht's also ins herbstliche Kürbisvergüngen.

Kürbisse pflücken auf dem Kürbisfeld in Haar

Kürbishof in München Haar
© Habeker Hof

Wer geglaubt hat es gibt nur Erdbeer- oder Blumenfelder, der wird nun eines Besseren belehrt: In Haar, erreichbar mit der S4 oder der S6, gibt es nämlich den Habeker Hof, wo euch ein Kürbisfeld aus nachhaltigem Anbau erwartet. Seit Generationen wird auf dem Habeker Hof mit viel Liebe gearbeitet, die bodenschonende Bewirtschaftung hat hier Tradition. Im Kürbisgarten könnt ihr zwischen mehr als 100 Kürbissorten wählen, die Speise- und Zierkürbisse stammen alle aus eigenem Anbau. Der Garten hat bis Ende November geöffnet.

Habeker Hof - Kürbisgarten

Schärfe gegen Erkältung

Nachdem ihr euch euren Kürbis von einem der Kürbishöfe und Kürbisfelder in München gekauft habt, stellt sich natürlich die Frage: Was kochen wir denn jetzt Leckeres? Gerade im Herbst lässt die erste Erkältung meist nicht lange auf sich warten, da sollten wir mit etwas Schärfe für eine freie Nase gegensteuern.

Spicy Food und Sound aus München

Kürbissuppe mit Kürbiskernen

Hier kommt das Rezept für eine spicy Kürbissuppe, für die ihr nichts weiter braucht als einen Hokkaidokürbis, zwei Kartoffeln, zwei Zwiebeln, eine Knoblauchzehe, ein Stück Galgant oder ca. 30 Gramm Ingwer, etwas Creme Fraiche, (wahlweise) einen Schuss trockenen Sherry, Kürbiskernöl und natürlich eine leuchtend rote Chilischote. Das ganze ergibt dann vier leckere Portionen. Im ersten Schritt halbiert ihr euren Kürbis, entfernt die Kerne (gerne aufheben) und schneidet ihn dann in Stücke. Die Zwiebeln und der Knoblauch werden geschält und gewürfelt, ebenso wie die Kartoffeln. Die feuerrote Chili müsst ihr entkernen, waschen und fein hacken, den Galgant bzw. den Ingwer schälen und ebenfalls fein hacken. Nun erhitzt ihr einen Esslöffel Öl im großen Topf und dünstet alles darin an. Im Anschluss kippt Wasser dazu und zwar so viel, dass das Gemüse bedeckt ist, lasst alles aufkochen und anschließend zugedeckt für eine halbe Stunde bei schwacher Hitze köcheln. Wenn das Gemüse gar ist, könnt ihr alles pürieren und nun zwei Esslöffel Creme Fraiche und (wahlweise) den Sherry unterrühren. Mit Salz und Pfeffer schmeckt ihr jetzt euer spicy Erlebnis ab, während ihr die aufgehobenen Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Öl anröstet. Fertig ist das scharfe Kürbisglück aus der Schüssel. Ach und falls ihr beim Kochen auch so gerne musikalische Begleitung habt: Schärft eure Sinne doch mal mit the Whiskey Foundation. Die Jungs aus München verschaffen euch den richtigen spicy Flow!

Große Kürbisauswahl auf dem Kürbishof in Hallbergmoos

Kürbishof in München Hallbergmoos
© Hausler Hof

In der Nähe der S-Bahn Station Hallbergmoos, mit der S8 erreichbar, liegt der Hausler-Hof. Auch hier könnt ihr euch ins Kürbisvergnügen stürzen. Jeden Freitag könnt ihr im Hofladen die Kürbisauswahl und natürlich auch eine große Auswahl an anderem frischen Gemüse bestaunen und kaufen (und im Stadl könnt ihr euch sogar direkt vor Ort kulinarisch verwöhnen lassen - vielleicht eingebettet in einen schönen Tagesausflug...). An Sorten mangelt es den Betreibern nicht. Habt ihr schon einmal die Kürbissorte Sweet Mama probiert? Nein?! Na, dann wird es dieses Jahr wohl höchste Eisen-, äh S-Bahn, natürlich.

Hausler-Hof

Freakfaces ergattern am Ostbahnhof

Geschnitzte Kürbisse in der Nähe des Ostbahnhofs München
© Freakfaces

Im Münchner Osten finden wir den Künstler Tobias Wolfram. Seine Kunstform unterscheidet sich stark von dem was wir kennen, denn er schnitzt Kürbisse per Hand. Das könnt ihr auch, denkt ihr jetzt?! Dann Hut ab. Denn der Münchner schnitzt nicht nur einfache Gesichter in die Kürbisse, er verpasst ihnen „Freakfaces“, wie er sie nennt. Die Grimassen reichen von Mondgesichtern über Hexen bis zu dreiäugigen Monstern. Tobias nimmt übrigens auch eure eigenen Ideen und Wünsche entgegen. Auf seiner Website bekommt ihr einen guten Eindruck davon, was der Münchner alles drauf hat! Den Künstler findet ihr übrigens in der Nähe vom Ostbahnhof, also auch ganz entspannt mit der S-Bahn erreichbar.

Freakfaces - Tobias Wolfram

DIY - Pumpkin Spice Latte

Das herbstliche It-Getränk der letzten Jahre ist wohl der Pumpkin Spice Latte. Super lecker aber leider oft super teuer … In den großen Kaffeehäusern ist er längst im Sortiment und bald auch bei uns daheim! Alles was ihr für den Trend-Drink benötigt ist Hokkaido-Kürbis (ca. ein Viertel), 30 Gramm frischen Ingwer, sechs Pimentkörner, einen Esslöffel Zimt, eine Prise Muskat, einen halben Esslöffel Kurkuma, Milch oder Kaffee und (für alle die sich richtig gönnen wollen) Schlagsahne. Zu allererst bringt ihr den Kürbis gemeinsam mit dem in Scheiben geschnittenen Ingwer und 300 Milliliter Wasser zum Kochen. Nach etwa 20 Minuten sollten die Kürbisstücke weich sein. Im Mörser mahlt ihr dann die Pimentkörner fein, gebt Zimt, Muskat und Kurkuma hinzu und vermischt alles miteinander. Nun püriert ihr den abgegossenen Kürbis mit dem Ingwer und gebt einen Esslöffel der Gewürzmischung dazu. Ab ins Glas damit und mit Milch oder Kaffee aufgießen. Die Schlagsahne kommt für die, die so richtig Bock haben noch obendrauf. Das Rezept ist übrigens von den Mengenangaben für zwei Gläser gedacht, zu zweit genießt sich unser Pumpkin Spice Latte eben noch besser.

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