Häufige Fragen & Antworten zum IsarCard Abo auf der Chipkarte

Allgemein

Was ist eine Chipkarte?

Ihr Abo wird als elektronische Fahrkarte auf Ihrer Chipkarte gespeichert. Die Chipkarte mit der darauf gespeicherten elektronischen Fahrkarte ersetzt Ihr Papierticket oder Ihre bisherige Wertmarke. Sie bekommen somit nach Erhalt Ihrer Chipkarte keine Wertmarken mehr zugesendet, die Sie regelmäßig austauschen müssen. Die Chipkarte ist 5 Jahre gültig. Danach wird automatisch eine neue Chipkarte versendet.

Was ist eine elektronische Fahrkarte?

Die elektronische Fahrkarte ist ein elektronischer Datensatz Ihrer Fahrtberechtigung, der manipulations- und fälschungssicher in der Chipkarte gespeichert ist. In der Chipkarte sind der örtliche und zeitliche Geltungsbereich gespeichert, bei persönlichen Abonnements werden zusätzlich der Vorname und Name in verschlüsselter Form sowie das Geburtsdatum und das Geschlecht des Inhabers hinterlegt.

Warum wird auf der Chipkarte kein Name aufgedruckt?

Bei der Chipkarte gilt: Alles, was zuvor sichtbar auf die Papierfahrkarte gedruckt wurde, wird nun fälschungssicher elektronisch auf Ihrer Chipkarte gespeichert. Um mehrere Chipkarten in einem Haushalt voneinander unterscheiden zu können, kann die Chipkarte beschriftet werden, z.B. auf dem dafür vorgesehenen Notizfeld.

Warum wird die Chipkarte eingeführt?

Die Partner im MVV wollen Ihre Ticketsysteme zukunftsfähig machen und verbesserte elektronische Lösungen für Ihre Kunden anbieten. Es wurde ein gemeinsamer, verbundweiter Einstieg in digitale Lösungen beschlossen, der schrittweise vollzogen wird. Mit neuen elektronischen Lösungen sind verbesserte und sicherere Serviceprozesse möglich. Im MVV können so einheitliche Servicestandards für unsere Kunden angeboten werden.

Welche Vorteile hat die Chipkarte?

Die Vorteile der Chipkarte sind:

  • Erhöhte Sicherheit
    Wird die Chipkarte verloren oder gestohlen, kann sie inklusive aller Abonnements gesperrt werden. Gegen einen Kostenbeitrag von maximal 15 Euro erhalten Kunden vom zuständigen Verkehrsunternehmen umgehend eine Ersatzchipkarte - übertragbare Abonnements werden ebenfalls mit der Chipkarte ersetzt.
  • Mehr Service
    Möchten Kunden z.B. die räumliche Gültigkeit ihrer IsarCard ändern, können sie dies beim zuständigen Verkehrsunternehmen im Kundenportal, schriftlich, telefonisch oder persönlich in den Kundencentern beauftragen. Für die Bereitstellung der neuen Fahrkarte ist kein erneuter Versand einer Chipkarte erforderlich - Kunden können ihre IsarCard an Fahrkartenautomaten mit dem (((e-Logo auf die vorhandene Chipkarte laden, sobald die Umstellung erfolgte. Natürlich können Kunden die neue Fahrkarte auch im Kundencenter auf die Chipkarte laden.
  • Mehr Komfort
    Mit der Umstellung des Abonnements auf die Chipkarte kommen alle Jahreskarten "am Stück". Der regelmäßige Austausch - und das versehentliche Vergessen - der "Monatsabschnitte" bei übertragbaren Jahreskarten zum Monatsersten ist nicht mehr nötig. Ein „Schwarzfahren“ wider Willen durch vergessene Monatsmarken gehört somit der Vergangenheit an.

Kostet mich die Chipkarte etwas?

Nein, die Chipkarte kostet Sie nichts, es wird auch kein Pfand erhoben. Bei Verlust der Chipkarte mit elektronischer Fahrkarte wird gegen einen Kostenbeitrag von bis zu 15 Euro eine neue Chipkarte ausgestellt.

Welche Fahrkarten gibt es als elektronische Fahrkarte auf der Chipkarte?

In der Einführungsphase werden folgende Abonnements als elektronische Fahrkarte angeboten:

  • IsarCardAbos (persönlich oder übertragbar)
  • IsarCard 9 Uhr Abo (persönlich oder übertragbar)
  • IsarCard60 Abo (persönlich oder übertragbar)
  • IsarCardJob (persönlich)

Was ändert sich für mich als Kunde?

An Ihrem Tarifprodukt ändert sich nichts, Sie erhalten mit der Chipkarte lediglich ein neues Fahrkartenformat. Grundsätzlich gilt aber: das, was früher auf die Papierfahrkarte gedruckt wurde, wird nun auf die Chipkarte gespeichert.

Anstelle des Papiers nutzen Sie nun die Chipkarte. Auf dieser ist Ihr Tarifprodukt, z.B. Ihre IsarCardJob, gespeichert. Das Tarifprodukt und dessen Gültigkeit sind als elektronische Fahrkarte auf die Chipkarte gespeichert.

Wird es weiterhin Papierfahrkartengeben?

Im Laufe des Jahres 2019 werden alle Abonnements von MVG und SBM auf Chipkarte umgestellt. Wochen-, Monats-, Gruppen-, Tages- und Einzelfahrkarten sind weiterhin im Papierformat erhältlich.

Wann erhalte ich meine Chipkarte?

Die Umstellung erfolgt in der Regel zur Vertragsverlängerung, deshalb kann es vorkommen, dass ein Abonnementkunde seine Chipkarte bereits erhalten hat, ein anderer aber noch nicht. Dies ist auf unterschiedliche technische und organisatorische Prozesse zurückzuführen.

Was mache ich bei Defekt oder Verlust der Karte?

Bei Defekt oder Verlust Ihrer Chipkarte können Sie in unserem Kundenportal unter www.bahn.de/aboportal eine Ersatzkarte beantragen (kostenpflichtig). Alternativ können Sie hierfür auch ein DB-Kundenzentrum aufsuchen.

Bestellung, Änderung und Kündigung

Wie und wo erhalte ich die Chipkarte?

Im Rahmen der Einführung erhalten alle aktiven Abo-Kunden die Chipkarte per Post an die hinterlegte Anschrift. Bei Neubestellungen erhalten Sie Ihre Chipkarte ebenfalls per Post, bei Bestellungen direkt im Kundencenter wird die Chipkarte sofort ausgehändigt.

IsarCard Job Kunden erhalten die Chipkarte ausschließlich per Post. Die Bestellung des Abos selbst wird je nach Rahmenvertrag über den Arbeitgeber getätigt.

Steigt mein Fahrpreis wegen der Chipkarte?

An Ihrem Tarifprodukt ändert sich nichts, die Einführung der Chipkarte hat keine Auswirkung auf den Fahrpreis.

Wo gilt meine Chipkarte?

An Ihrem Tarifprodukt ändert sich nichts, Ihre elektronische Fahrkarte auf der Chipkarte gilt entsprechend der bisherigen Gültigkeit Ihres Papiertickets und in allen zugelassenen Verkehrsmitteln.

Was ist zu beachten, wenn ich über den räumlichen Geltungsbereich meines Abos hinausfahren möchte?

Sobald Sie sich außerhalb des gebuchten Geltungsbereichs befinden, ist Ihr Abonnement nicht mehr gültig. Um außerhalb Ihres Geltungsbereichs fahren zu können, lösen Sie einfach auf dem üblichen Weg ein Ticket für die zusätzlich benötigten Zonen (z.B. Anschlussticket).

Wie ändere ich den räumlichen Geltungsbereich meines Abos?

Der Änderungswunsch kann online über das Kundenportal unter www.bahn.de/aboportal eingereicht werden. Eine persönliche Mitteilung vor Ort in unseren DB-Kundenzentren ist ebenfalls möglich.

Wann läuft meine Chipkarte ab?

Die sicherheitstechnische Nutzungsdauer beträgt ähnlich wie bei den Giro- oder Kreditkarten ca. 5 Jahre. Das Ende der Nutzungsdauer ist auf der Vorderseite der Chipkarte aufgedruckt und kann auch über den QR-Code auf der Vorderseite elektronisch ausgelesen werden. Rechtzeitig vor Ablauf der Nutzungsdauer wird Ihnen eine neue Chipkarte automatisch zugestellt.

Erhalte ich eine Rechnung?

Eine Rechnung für Privatkunden kann im Kundenportal unter www.bahn.de/aboportal heruntergeladen werden.

Wie, wann und wo kann ich das Abo kündigen?

Die Kündigung kann über das Kundenportal unter www.bahn.de/aboportal erfolgen. Die Kündigungsfristen richten sich nach dem jeweils gültigen Tarif des MVV.

Wenn ich mein Abo kündige, muss ich meine Chipkarte dann zurückgeben?

Die elektronsiche Fahrkarte wird zum gewünschten Kündigungsdatum gesperrt und berechtigt dann nicht mehr zur Fahrt. Die Chipkarte selbst muss nicht zurückgegeben werden - sie wird weiter verwendet, wenn Sie neue Fahrkarten kaufen.

Kontrolle

Was passiert in einer Kontrolle?

Bei der Kontrolle durch das Prüfpersonal wird die Chipkarte ausgelesen und die elektronische Fahrkarte sowie deren zeitliche und räumliche Gültigkeit automatisiert geprüft. Durch ein optisches Signal wird dem Kontrolleur angezeigt, dass die elektronische Fahrkarte gültig ist und auf dem Display erscheint die Anzeige "OK", ein grünes Licht oder ein grüner Haken. Bei einem persönlichen Abonnement ist wie bisher ein Lichtbildausweis mitzuführen und bei Bedarf vorzuzeigen.

Welche Daten entstehen bei der Kontrolle?

In der Kontrolle entsteht ein Kontrollnachweis, ein sogenannter Transaktionsdatensatz. Dieser enthält Angaben zu Zeit, Ort und Art der Transaktion sowie die Terminalnummer und die Produktnummer. Er wird erhoben, um zu prüfen, ob die elektronische Fahrkarte frei von Manipulationen ist.

Was muss ich bei einer nicht lesbaren Chipkarte tun?

Bei nicht lesbaren Chipkarten wird Ihnen ein "Erhöhtes Beförderungsentgelt (EBE)" ausgestellt. Sie werden gebeten, sich mit dem Verkehrsunternehmen in Verbindung zu setzen, das die Chipkarte an Sie ausgegeben hat. Dort wird die Chipkarte geprüft und je nach Ergebnis das EBE storniert und ggf. eine neue Chipkarte ausgestellt bzw. das EBE aufrecht erhalten.

Wie verhalte ich mich bei Kontrollen im Regionalbus?

Im Regionalbus sind im Eingangsbereich von Bussen spezielle Kartenlesegeräte angebracht. Bei diesen Lesegeräten ist die Chipkarte an das Lesefeld heranzuführen und für den Prüfvorgang einen kurzen Moment bewegungslos am Gerät zu belassen. Ein optisches Signal zeigt die Gültigkeit Ihrer Chipkarte an. Ist in einem Bus kein Kontrollgerät im Eingangsbereich installiert oder nicht betriebsbereit, zeigen Sie die Chipkarte bitte dem Fahrpersonal. Beim Verlassen des Fahrzeugs ist keine Abmeldung am Lesegerät erforderlich.

Wie lange kann ich mit meiner Papierfahrkarte noch fahren?

Sie erhalten zu Ihrer Chipkarte eine Begleitschreiben mit allen relevanten Informationen, u.a. ab wann Ihre Chipkarte gültig ist. Papiertickets und Wertmarken verlieren ab dann für die betroffenen Abo-Produkte ihre Gültigkeit.

Datenschutz

Wie ist der Datenschutz beim eTicketing gewährleistet?

Die Partner im MVV haben sich bei der Umstellung der Abonnements auf die Chipkarte für den deutschlandweiten Standard (((eTicket Deutschland entschieden. Dieser gilt als besonders sicher im Hinblick auf Missbrauch, Manipulationen oder Fälschungen.

Der Standard wurde in enger Zusammenarbeit mit der Konferenz der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder entwickelt. Beim (((eTicket Deutschland-Standard wurde ein besonderer Fokus auf Datenschutz, Datensparsamkeit und Verbraucherschutz gelegt.

Welche Daten sind in der elektronischen Fahrkarte gespeichert?

Die elektronische Fahrkarte enthält die für die Fahrt relevanten Daten, wie das Tarifprodukt und den räumlichen und zeitlichen Geltungsbereich (Fahrkartendaten).

Im Falles eines persönlichen Abonnements werden darüber hinaus der Vor- und Nachname, das Geburtsdatum sowie das Geschlecht gespeichert (persönliche Daten). Der Vor- und Nachname wird in der elektronischen Fahrkarte lediglich maskiert gespeichert, d.h. der Name ist ohne zugehörige Vergleichsreferenz - z.B. einen Lichtbildausweis - nicht entzifferbar.

Beispiel für einen maskierten Namen: "Max Mustermann" wird in der elektronischen Fahrkarte als "M1x@M8n" gespeichert.

Wie sehe ich, was in meiner elektronischen Fahrkarte gespeichert ist?

Wenn Sie selbst nachsehen wollen, was in Ihrem eTicket gespeichert ist, stehen Ihnen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

  • an einem Fahrkartenautomaten mit (((e-Logo im MVV-Verbundgebiet
  • in dem Kundencenter der SBM
  • über die SBM-App auf Ihrem NFC-fähigen Android-Smartphone

Hinweis: Aufgrund unterschiedlicher technischer Voraussetzungen ist das Auslesen der Chipkarte noch nicht bei allen Android-Smartphones möglich - Ausprobieren lohnt sich aber!

Werden in der Chipkarte weitere Daten gespeichert?

Neben der elektronischen Fahrkarte gibt es zehn Speicherplätze für sog. Transaktionsdaten (Logbuch) auf der Chipkarte vorhanden.

Ein Transaktionsdatensatz ensteht bei einem Datenaustausch zwischen Chipkarte und Terminal, z.B. im Rahmen einer Fahrkartenkontrolle. Der Transaktionsdatensatz wird im Logbuch als Eintrag gespeichert. Er enthält Angaben zu Zeit, Ort und Art der Transaktion sowie die Terminalnummer und die Produktnummer.

Wie lange werden Transaktionsdaten gespeichert?

Die Chipkarte selbst verfügt über zehn Speicherplätze für Transaktionsdateneinträge. Ab dem elften Logbucheintrag werden die alten Einträge mit den neuen Folgeeinträgen überschrieben, so dass immer nur die letzten 10 Einträge auf der Chipkarte gespeichert sind.

Kontrollnachweise im Hintergrundsystem der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund GmbH werden unmittelbar nach Durchführung der Missbrauchsanalyse gelöscht.

Werden mit den Kontrolldatensätzen Bewegungsprofile erstellt?

Nein

Auf welcher rechtlichen Grundlage findet die Datenverarbeitung statt?

Grundlage für die Datenverarbeitung ist Ihr Vertragsverhältnis über Ihr IsarCard-Abonnement mit der DB Regio AG S-Bahn München und Art. 6 Abs. 1 lit. b, c und/oder f EU-Datenschutzgrundverordnung ("DSGVO").

Weitere Informationen finden Sie in den Datenschutzhinweisen

Kann meine Chipkarte unbemerkt ausgelesen werden?

Die im MVV eingesetzten kontaktlosen Chipkarten sind, wie mittlerweile auch viele Bankkarten, auf drahtlosen Datenaustausch im Nahbereich ausgelegt. Das Auslesen der Daten auf der Chipkarte ist bis zu einer Entfernung von maximal 2 cm zwischen Chipkarte und Lesegerät möglich, die Datenübertragung zwischen Chipkarte und Lesegerät hängt aber insbesondere von der räumlichen Lage und der "Verpackung" der Chipkarte ab (z.B. Brieftasche). Grundsätzlich können kontaktlose Chipkarten durch im Handel erhältliche spezielle Schützhüllen zusätzlich geschützt werden.