Sprudel, Strömung und die gelbe Schlange
Immer geradeaus die Bahnhofstraße entlang, ein Stückl auf der Eichenstraße und am Kreisverkehr auf die Aicher Straße – und nach nur zwei Kilometern seid ihr schon im Freizeitpark Mammendorf. Hier gibt’s ein Freibad mit 50-Meter-Becken, ein Mehrzweckbecken mit Sprudeln und Strömungskanal, Rutschen und Wasser-Plantschen für die Jüngsten. DAS Highlight ist die 173 Meter lange Rutsche, die sich als „gelbe Schlange“ einen Hang hinunterschlängelt. Probiert die Superrutsche einfach mal aus!
Auf dem Parkgelände mit Liegewiese könnt ihr auch Beachvolleyball spielen, Tischtennis oder Riesenschach. Und zu essen und trinken findet ihr auch was im Restaurant „Seeblick“ mit Biergarten. Gleich nebenan kommt ihr sogar ohne Eintrittsgeld ins Wasser: Im Mammendorfer Badesee könnt ihr eine Runde schwimmen und dann auf der Wiese relaxen.
Rund um den Mammendorfer See
Wer sich etwas mehr bewegen will, umrundet einfach mal den Mammendorfer See. Zugegeben: Der Baggersee mit seinen 330 Metern Länge, knapp fünf Hektar Wasserfläche und bis zu acht Metern Tiefe ist nicht besonders groß. Er entstand durch den Abbau von Kies, der hier noch bis Ende der 1980er-Jahre gewonnen wurde, und entwickelte sich zum beliebten Badesee. Bei eurem kleinen Ausflug um den See kommt ihr übrigens auch am Jugend-Zeltplatz vorbei.
Freizeitpark Mammendorf
Bayerische Schmankerl im Aicher Biergarten
Was, die 1,5-Kilometer-Strecke um den See ist ein Witz? Okay. Dann hätten wir noch diesen Tipp: Wandert vom Mammendorfer See Richtung Süden auf dem Weg „An der Ostergrube“ durch Feld und Flur nach Aich. Eine Strecke ist rund drei Kilometer lang, hin und zurück sind in anderthalb Stunden bequem zu schaffen. In Aich, einem Gemeindeteil von Fürstenfeldbruck, erwartet euch der Gasthof Drexler mit Biergarten und Terrasse zur gemütlichen Einkehr. Ob Suppe, Salat, bayerische Grillgerichte und Klassiker aus der Pfanne oder Fisch – hier findet bestimmt jeder was Guads. Und ein Kaiserschmarrn geht auch immer …
Landhotel-Gasthof Drexler
Man soll den Tag nicht vor dem Kaffee loben …
Übrigens kann man auch in Mammendorf richtig Gutes, Handgemachtes genießen – zum Beispiel im Café Fino. Seit über 30 Jahren wird hier Kaffee geröstet, mittlerweile in 28 Sorten. Thomas Michel hat sich gemeinsam mit Frau und Tochter voll und ganz dem schwarzen Gold verschrieben. Er weiß genau, woher die Früchte der Kaffeepflanzen kommen und wie sie schonend geröstet werden zu diesen verführerisch duftenden braunen Kaffeebohnen, wie wir sie kennen und lieben. Sein Geheimrezept? Sortenreines und traditionell langes Rösten. Danach wird je nach Bedarf auch gemischt. Na dann – auf eine gute Tasse Kaffee! Zum Getränk gibt’s hier auch Kuchen vom Bäcker. Und falls ihr noch was zum Naschen für die Rückfahrt oder ein Mitbringsel vom Mammendorf-Ausflug sucht, findet ihr hier kleine Geschenke rund um Kaffee und Tee, Nudeln, Kekse, Schokolade, italienische Köstlichkeiten wie Cantuccini und noch vieles mehr …
Café Fino – Kaffeerösterei
Ein Eis oder auch zwei …
Keine fünf Minuten entfernt über die Augsburger Straße und den Schafflerweg wartet in einer Wohnanlage schon die nächste Verführung: das Eiscafé Vivo mit großer Sonnenterrasse. Hier gibt es leckeres Eis in 18 Sorten, die immer mal je nach Jahreszeit wechseln. Die Milch für die kühle Leckerei bezieht die Chefin Adriana D’Agostino von den Milchwerken Berchtesgadener Land Chiemgau, die Milch von Bergbauern verarbeiten. Das Lieblingseis der Deutschen sind übrigens nach wie vor die Klassiker: Vanille, Schoko und Stracciatella sowie Erdbeere bei den fruchtigen Sorten. Rund acht Liter Speiseeis, in Kugeln sind das etwa 116, verdrückt jeder von uns im Jahr, haben die Statistiker herausgefunden. Und davon vernaschen wir etwa 1,5 Liter in Eisdielen und -cafés wie dem Vivo. Darauf noch eine Kugel! Wie wäre es zum Beispiel mal mit Basilikumnote, Butterkeksgeschmack oder mit dem blauen Spirulina-Eis? Für die tolle Farbe sorgen, wer hätte es gedacht – Blaualgen! Denn nur natürliche Zutaten kommen beim Mammendorfer Vivo-Team ins Eis. Das blaue Milcheis geht hier im Übrigen genauso oft über den Thekentisch wie Vanille …
Vivo Eis & Café
Klassizistisch schön
Eis schleckend schlendern wir jetzt auf die Augsburger Straße zurück und biegen dann in den Kirchenweg. Er führt euch zur Pfarrkirche St. Jakob, die einst gotisch war und 1796 im klassizistischen Stil umgestaltet wurde. Wenn offen ist, schaut einfach mal rein. Die Kirche hat einen schönen Altarraum, eine geschmückte Kanzel und zwei Bleiglasfenster. Die tolle Deckenmalerei ist dem Kirchenpatron, dem Apostel Jakobus, gewidmet. Mit ihrer echt schönen klassizistischen Ausstattung gehört die Kirche zu den geschützten Baudenkmälern Bayerns.
Von hier sind es noch gute 1,5 Kilometer zu Fuß bis zum Bahnhof. Ihr braucht nur der Bahnhofstraße folgen und könnt dabei ganz entspannt schöne Häuschen mit gepflegten Gärtchen gucken.